| Leserattentipp Nr. 6: Orte für Worte |
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Gehen Sie selbst hin und wieder in ihre Bücherei? Erinnern Sie sich noch an Ihr ganz persönliches "erstes Mal"? Ein riesiger Raum (oder gleich mehrere) voller Bücher. Gespannte Stille. Leise schlurfende Schritte, verhaltenes Hüsteln. Und dann die Suche nach den Bücher, die einen interessieren. Die merkwürdigen Signaturen auf den Regalen. Alles ist so fremd, so beeindruckend ... Diesen Eindruck sollen auch durchaus unsere Kinder erfahren. Am besten begleitet von Lehrer oder Erzieherin und betreut durch das qualifizierte Bibliothekspersonal. Schon im Kindergarten, spätestens aber in der Schule sind die Kidner reif für ihren eigenen Bibliotheksausweis. Überreicht bei einem organisierten Besuch der ganzen Klasse. Das setzt die Hemmschwelle herab, bietet für Kinder aus "lesemuffeligen" Familien die oft einzige Chance, zum Büchereikunden zu werden - und das auch lange zu bleiben.
Gemeinsam lernen die Kinder so, "Ihre" Bücher aus der Vielfalt des Angebotes herauszufiltern und fassen Vertrauen zum Personal. Wird so ein Besuch in der Schule gut vor- udn auch nachbereitet, zum Beispiel in Form von kleinen Leseberichten über entliehene Bücher, so ist dies ein wesentlicher Schritt hin zum lesenden Menschen. |