| OXMOX OX MOLLOX |
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Nach wie vor wird das Leben der Indianer in vielen Filmen und Bücher idealisiert und oberflächlich dargestellt. Dabei könnte eine Beschäftigung mit dem realen Leben der Indianer gestern und heute viele wünschenswerte Verhaltensweisen unterstützen: Toleranz gegenüber Fremdem, soziales Verhalten und bewußten Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Nach einer ausführlichen inhaltlichen Einleitung werden jeweils in einem eigenen Kapitel unterschiedliche Lebensbereiche der Indianer werden vorgestellt und mit einer bisher einmaligen Fülle konkreter Spiel- und Bastelideen für jede Altersstufe verbunden. Viele davon sind historisch überlieferte Spiele der Indianerkinder. Auch viele ursprüngliche indianische Rezepte, die von oder mit Kindern zubereitet werden können, sind enthalten. Darüber hinaus finden sich komplette Programme für vielerlei Aktionen: für Projekttage in der Schule, Indianerfeste im Kindergarten, Tagesveranstaltungen für Jugendhäuser, Kindergeburtstage, sogar für Indianerwochenenden oder als Höhepunkt einer kompletten Indianer-Freizeit für kleine Abenteurer! Ergänzt wird es durch einen ausführlichen Anhang mit einer Liste empfehlenswerter Medien sowie mit Adressen von Museen und Initiativen. Ein Lexikon indianischer Begriffe rundet das Ganze ab. Zielgruppe/Einsatzmöglichkeiten: ErzieherInnen, LehrerInnen und Eltern, Kindergarten, KITA, Grundschule, offene Kindergruppen, Heimerziehung, Kinderfeste und Spielenachmittage, Ferienspiele und nicht zuletzt die Familie. Pressestimmen
Bei einem Indianer-Projekt muss natürlich für ausreichend Beschäftigung gesorgt werden. Das Buch mit dem unerklärlichen Titel bietet reichlich Material für Bastel-und Werkarbeiten, Spiele und tatsächlich realisierbare Kochideen. Zwei Dinge fallen an dem Buch sofort wohltuend auf: Erstens wird gleich auf den ersten Seiten eine gut nachvollziehbare Differenzierung des Sammelbegriffs „die" Indianer vorgenommen. (Schade, eine Landkarte mit Symbolen hätte dies noch eindrücklicher vermittelt.) Und zweitens sind alle Anregungen zu Aktivitäten ordentlich recherchiert und mit kurzen Hinweisen versehen, bei welchem Volk das betreffende Spiel vorkam oder welchem Stamm der jeweilige Ziergegenstand zuzuordnen ist. Den Kapiteln vorangestellt sind textliche Einführungen, die ebenfalls ein besseres Verständnis der unterschiedlichen Kulturräume Nordamerikas schaffen. Angesichts dessen, dass wir die Büffel hierzulande schon vor noch längerer Zeit ausgerottet haben und deshalb von Fell und Leder auf handelsübliche Werkmaterialien (Filz, Stoff, Pappröhren) ausweichen müssen, bemüht sich der Autor doch sehr um eine ästhetisch-ansprechende Gestaltung der Bastelarbeiten. Gemäß dem Anspruch des Untertitels „Kinder spielen Indianer" ist dieses Buch in Aufmachung und Ideenvielfalt unübertroffen, vor allem für den Grundschulbereich. Wer hingegen wirkliche Handarbeitsstücke. in der Natur verwendbare Werkzeuge, echte Behausungen o.ä. herstellen will, sollte auf Handbücher aus der Erlebnispädagogik zurückgreifen. Als Schwäche wie als Stärke (Schulstunden-Begrenzung) mag gesehen werden, dass meist nur kürzere Herstellungszeiten vorgesehen sind; somit sind Beschreibungen für längere Gruppenaktivitäten wie Holzarbeiten für einen Totempfahl oder der Bau eines Lehmbrennofens, hier nicht zu finden.
„Oxmox ox Mollox“ befasst sich mit der Geschichte, dem Alltag, den Spielen von Indianern. Am Anfang des Buches findet ihr Beiträge über die Geschichte der Indianer, so wird etwa erklärt, wie die Indianer zu ihrem Namen gekommen sind. Schuld daran war Christoph Kolumbus, der glaubte, in Indien gelandet zu sein und deshalb die Ureinwohner als „Indianer“ bezeichnete. Dann wird in dem Buch über den Alltag der Indianer berichtet: Jagd, Lagerleben, Küche, aber auch Spiele der Indianerkinder. Dazu finden sich gleich praktische Anregungen für Aktionen und Spiele. So kann mit den Kindern ein „Tipi“ (ein rinden- oder fellbedecktes Zelt) gebaut, Schmuck und Kleidung gebastelt, eine indianische Mahlzeit zubereitet oder einfach nur gespielt werden. Zu all dem gibt das Buch Bauanleitungen, Rezepte und Spielbeschreibungen. Schließlich gibt „Oxmox ox Mollox“ noch Anregungen, wie ein thematischer Gruppennachmittag oder eine Kinderfreizeit ausschauen könnte. Im Anhang finden sich Buch- und Filmempfehlungen sowie ein kleines Lexikon der Indianerkunde. Fazit: Im Großen und Ganzen gibt dieses Buch einen guten Überblick über die Welt der Indianer und animiert dazu, dieses Thema mit Kindern anzugehen. Gut finde ich die vielen praktischen Tipps. |